Göpfersdorfer Heimatverein sorgt seit über 25 Jahren für kulturelles Leben

Traditions- und Brauchtumspflege bleibt das Wichtigste

Göpfersdorf. Der Göpfersdorfer Heimatverein konnte im Jahr 2016 auf sein 25-jährigen Bestehen zurückblicken. Die Aktivitäten der Heimatfreunde reichen sogar noch etwas weiter zurück. Begonnen hat alles Mitte der 1980er-Jahre mit dem damals gegründeten Dorfklub Göpfersdorf sowie der Kulturbund-Ortsgruppe.

Nach der Wende wurde daraus der Heimatverein Göpfersdorf, der sich rührig um das kulturelle Leben im der Gemeinde kümmert und zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Nach Klaus Börngen, Jörg Schumann und Susann Schatz hat derzeit Ralf Quellmalz aus Garbisdorf den Vereinsvorsitz inne.

Seit einem Jahr hat der Heimatverein seinen Sitz in der Bohlenstube des Garbisdorfer Quellenhofs. Hier treffen sich die derzeit 86 Mitglieder regelmäßig, um Pläne für die Zukunft zu schmieden. Mit dem Quellenhof wurde bereits zum zweiten Mal ein denkmalgeschütztes Objekt in der Gemeinde vor dem Verfall gerettet, dank des unermüdlichen Engagements der Heimatfreunde.

Begonnen hat alles mit dem Göpfersdorfer Pferdestall. Klaus Börngen, Bürgermeister der Gemeinde, war lange Zeit Vereinsvorsitzender. Er erinnert sich an die Anfangszeit: „Wir wollten nicht länger zusehen, wie der Pferdestall mit dem schönen Laubengang verfällt und haben uns 1985 an eine Sanierung herangewagt. Ohne die vielen fleißigen Helfer, die unzählige Arbeitsstunden in Eigenleistung verrichteten, wäre das nicht machbar gewesen“, betont er. .

1986 organisierte der Dorfklub das erste Garbisdorfer Vogelschießen und knüpfte damit an eine bereits früher bestehende Tradition an, die noch heute besteht. Die Brauchtumspflege ist nach wie vor das Hauptanliegen, auch wenn sich im Laufe der Jahre das Konzept etwas geändert hat.

Seit einigen Jahren findet das Vogelschießen, genau wie alle anderen vom Heimatverein organisierten Veranstaltungen, auf dem Gelände des Quellenhofs statt. „Mit dem Umzug nach Garbisdorf, der 2007 erfolgte, eröffneten sich völlig neue Möglichkeiten, da die Räumlichkeiten viel größer sind als im Pferdestall“, so Klaus Börngen.

Neben Altbewährtem wie die Galerie und der Keramikzirkel entstanden im Laufe der Jahre neue Traditionen und verschiedene Veranstaltungsreihen wie das Holzbildhauerpleinair, das Oldtimertreffen und der Landfilm. Außerdem organisiert der Heimatverein regelmäßig Kabarettvorführungen, Konzerte und Buchlesungen.

Für die Zukunft haben die Heimatfreunde, die aus dem gesamten Wieratal, ja sogar aus Altenburg und dem benachbarten Sachsen kommen, noch viele Pläne. So soll beispielsweise die Sammlung bäuerlicher Gerätschaften, die früher im Dachboden des Pferdestalls in Göpfersdorf ausgestellt war und derzeit eingelagert im Dornröschenschlaf schlummert, bald „erweckt“ werden. In der großen Scheune des Quellenhofs erhältl die kleine Ausstellung einen würdevollen Platz. Das Gebäude wird in den kommenden Jahren unter Verwendung von Originalmaterialien neu aufgebaut.

Auch mit der Sanierung und Umnutzung des Wohnhauses und des Hofes wird das Konzept „Kulturgut Quellenhof“ unter Regie des Heimatvereins Göpfersdorf konsequent fortgeführt.